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#aberBlau

Was wollen wir?

#aberBlau ist ein Social Media Event, das vom Diözesanmuseum St. Afra in Augsburg initiiert worden ist. Durch diesen Event wollen wir auf nationaler und internationaler Ebene unsere Sichtbarkeit und die Sichtbarkeit aller Mitstreitenden im digitalen Raum deutlich erhöhen. Daher laden wir alle digital aktiven Augsburger Kreativen und Kultureinrichtungen herzlichst zur Teilnahme ein und bitten in den beiden Wochen vom 5. bis zum 19. Juli 2020 um zahlreiche Beiträge unter beiden Hashtags. Die Beiträge sind auf allen digitalen Plattformen (Websites, Blogs, Facebook, Twitter, Instagram, YouTube, etc.) willkommen und sollten idealerweise von den Teilnehmenden auf den eigenen Kanälen publiziert werden. Natürlich sind auch Retweets, Likes und Kommentare zu den Beiträgen der Mitstreitenden hilfreich und willkommen. Gemeinsam sind wir sichtbarer und stärker!

Worum geht´s?

 

Das Thema "Blau" kann man in vielen Facetten spielen und im Netz darüber auf den unterschiedlichsten Plattformen Geschichten erzählen. Blau wirkt oft kühl und wird mit dem Himmel und dem Meer verbunden, mit großen Naturerlebnissen. Blau als Farbe des Gefühls reicht vom melancholischen, traurigen Blau bis zum verträumten Blau. In mancherlei Hinsicht ist Blau die Farbe des Unwirklichen und des Schemenhaften. Dies lässt sich auch an der sprachlichen Entwicklung ablesen: Die Römer beispielsweise kannten kein präzises Wort für Blau. Sowohl die alten Ägypter als auch einige Naturvölker unterscheiden sprachlich nicht zwischen Blau und Grün. Dabei zählt Ägyptisch Blau zu den ältesten künstlich hergestellten Farbpigmenten und wurde vermutlich seit der 4. Dynastie (2639-2504 v. Chr.) im alten Ägypten zur Herstellung von farbig glasierter Keramik (ägyptische Fayence) verwendet.

 

Im Christentum wird Blau als Farbe des Himmels mit Gott und seinen Engeln assoziiert. Ursprünglich als "weibliche" Farbe wahrgenommen wurde sie der Jungfrau Maria zugeschrieben. Daher wird Maria in der Kunst traditionell mit einem blauen Mantel bekleidet dargestellt. Stefan Lochners Tafelbild Madonna im Rosenhag aus dem Jahr 1450 ist ein Beispiel hierfür. Der leuchtend blaue Mantel und das blaue Kleid weisen die Madonna als Himmelskönigin aus. Ein weiteres Beispiel sind die beiden Versionen der Felsgrottenmadonna (1483-86; 1491-99) von Leonardo da Vinci. Vor allem in der späteren Version stehen das blaue Kleid Marias und der blaue Himmel deutlich sichtbar in Beziehung zueinander.

 

Literarische Bedeutung erlangte im 19. Jahrhundert das Motiv der blauen Blume. In Novalis' Roman Heinrich von Ofterdingen steht sie für die Ferne und die Hoffnung. Sie wurde zum Sinnbild der Romantik, hier besonders der romantischen Sehnsucht und steht unter anderem für das metaphysische Streben nach dem Unendlichen. Eduard Mörike verwendete das Farbsymbol mehrfach. So lässt er in dem Gedicht Erist's das "blaue Band" des Frühlings flattern.

 

Erst nach dem Ersten Weltkrieg, ab etwa 1920, fand ein Umbruch statt. Die Farbe Blau wurde zum Symbol für die Arbeiter- und Männerwelt. Die Blautöne der Marineuniform, blaue Arbeitsanzüge, der Blaumann förderte die Symbolik. Jungen trugen die zu Anfang des 20. Jahrhunderts beliebten marineblaue Matrosenanzüge.

 

Der französische Künstler Yves Klein verwendet in vielen seiner monochromen Bildernur ein spezielles Ultramarinblau, das er sich schließlich 1960 unter der Bezeichnung International Klein Blue (I. K. B.) patentieren ließ.

 

Als "blaue" Grundthemen werden beispielsweise Wasser und Luft genutzt. Wasser ist besonders in Augsburg ein allgegenwärtiges Thema. Die historische Wasserwirtschaft der Stadt gilt als herausragendes Zeugnis der Geschichte der Wassernutzung und der Wasserwirtschaft. Die historischen baulichen Anlagen zur Fließgewässernutzung und zur Trinkwasserversorgung sowie die Brunnenkunst Augsburgs vom 15. bis ins frühe 20. Jahrhundert wurden 2019 zum UNESCO-Welterbe erklärt.

 

Wer kann mitmachen?

Jeder kann mitmachen! Angesprochen werden alle digital aktiven Kreativen, Kultureinrichtungen und Institutionen, die Freude daran haben, mit ihren vielfältigen Ideen ein Social Media Event mit zu gestalten und zu einem Erlebnis werden zu lassen. Idealerweisehaben die Teilnehmer einen oder mehrere eigene Accounts in den Sozialen Medien (Blog, Facebook, Instagram, Twitter, YouTube, ...). Wer noch keinen Account hat: so ein Social Event ist mitunter eine gute Gelegenheit für einen Start.

 

Was kann gepostet werden?

Es sind alle Beiträge willkommen, die sich mit der Farbe und dem Thema Blau beschäftigen, die Bedeutungen der Farbe ausloten oder Dinge, die mit Blau assoziiert werden. Egal ob blaue Stunde, blauer Saphir, literarische blaue Blume oder blaue Papageien - alles was in diesem Kontext denkbar ist, ist geeignet.

 

Warum mitmachen?

In den digitalen Medien geht es um öffentliche Wahrnehmung und Reichweite. Je mehr Teilnehmende und Beiträge wir in den Wochen generieren, umso sichtbarer werden wir im digitalen Raum. Das funktioniert am besten gemeinsam! Die Teilnehmenden profitieren von den Communities der anderen und steigen in der Wahrnehmung der User.

 

Kein Blog, keine Teilnahme? Nicht mit uns!

Für alle Kreativen und Institutionen, die gerne bei #aberBlau #butBlue mitmachen würden, aber über keine eigenen Social Media Kanäle verfügen, besteht die Möglichkeit, auf den Plattformen unserer engagierten Mitstreiter zu veröffentlichen: Für Museen in Bayern bietet der Infopoint Museen & Schlösser in Bayern die Möglichkeit, Beiträge auf dem Blog museumsperlen zu veröffentlichen. Kreativen und Institutionen außerhalb Bayern bieten die Kulturkonsorten eine digitale Publikationsmöglichkeit für ihre Beiträge.

 

Die wichtigsten Fakten in der Übersicht:

Zeitraum: 05.-19. Juli 2020
gemeinsamer Hashtag: #aberBlau #butBlue
Plattformen: Website, Blog, Instagram, Facebook, Twitter, YouTube, etc.

 

Ansprechpartner für Rückfragen zum Event:

Eva-Maria Bongardt, eva-maria.bongardt[at]bistum-augsburg.de

Ansprechpartner für Museen in Bayern ohne Social Media Kanäle:

Infopoint Schlösser & Museen in Bayern, infopoint[at]museen-in-bayern.de

Ansprechpartner für Institutionen außerhalb Bayerns ohne Social Media Kanäle:

Kulturkonsorten Sybille Greisinger, Christian Gries und Harald Link GbR,info[at]kulturkonsorten.de

 

Weitersagen und teilen erwünscht!

Diözesanmuseum St. Afra
Kornhausgasse 3–5
86152 Augsburg
Telefon: 0821 3166-8833
museum.st.afra@bistum-augsburg.de

Video Rundgang

Öffnungszeiten
Dienstag-Samstag 10.00–17.00 Uhr
Sonntag/Feiertag 12.00–18.00 Uhr
Montag geschlossen
 
Eintrittspreise
Erwachsene 4,00 €*
Ermäßigt 3,00 €*
Familienkarte 8,00 €*
Jahreskarte 19,00 €
* bei Sonderausstellung abweichend
* jeden 1. Sonntag im Monat Eintritt frei!
 
Führungen
Auf Anfrage (0821 3166-8833 oder museum.st.afra@bistum-augsburg.de)
 
Barrierefreiheit
Das Museum ist nur teilweise barrierefrei.

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