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Raum 4

Der alte romanische Kapitelsaal mit seinen Freistützen aus dem frühen 12. Jahrhundert gehört zweifellos zu den beeindruckendsten Räumen des Museums. Während früher hier die Versammlungen des Domkapitels stattfanden, ist der Raum heute dem faszinierendem Thema „Reliquien und Reliquiare“ gewidmet.
Oft wurden für die Reliquien kostbare Gefäße geschaffen, die zum wichtigsten Bestand jedes Kirchenschatzes gehören. Aber auch ganz alltägliche Behältnisse wie Kästchen oder Gläser wurden zu Reliquiaren umgewidmet, gerade wenn es um die Aufbewahrung von Reliquien im Altarsepulcrum ging. Das Museum beherbergt einen eindrucksvollen Schatz an Reliquiengefäßen aus unterschiedlichen Materialien und Epochen, die teils für kleinste Partikel teils für größere Stücke geschaffen worden waren.
 
Ferner bewahrt das Museum rare gewebte Bänder aus dem 9. Jahrhundert auf, die jahrhundertelang als Mariengürtel verehrt wurden.

 

Highlight: Wunderbarliches Gut
Als besonderes Glanzstück erwartet Sie hier das „Wunderbarliche Gut von Heilig Kreuz“. Während die weit über Augsburg hinaus berühmte wundertätige Hostie nach wie vor in Heilig Kreuz aufbewahrt wird, können Sie im Museum das goldene mit Rubinen, Diamanten und Perlen besetzte Ostensorium bewundern. Von 1205 bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde es immer wieder erweitert, verändert oder ergänzt und stellt eines der Hauptwerke Augsburger Kunst- und Frömmigkeitsgeschichte dar.

Wunderbarliches Gut von Heilig Kreuz, Augsburg, Martin Mair, Franz Xaver Quintzer, Georg Ignatius Baur und Joseph Paul Krumm, zwischen 1677 und 1769
Wunderbarliches Gut von Heilig Kreuz
Heilig-Geist-Taube mit Rubinen und Diamanten am Wunderbarlichen Gut
Heilig-Geist-Taube am Wunderbarlichen Gut von Heilig Kreuz
Figur Gottvaters am Wunderbarlichen Gut
Figur Gottvaters am Wunderbarlichen Gut von Heilig Kreuz
Titelbild zur Ausstellung Zeichen des Aufbruchs

Sonderausstellung

Zeichen des Aufbruchs

23. November 2017 - 11. März 2018

Kirchenbau und Liturgiereform im Bistum Augsburg seit 1960